Allgemeinbildung, Fachwissen, Fleiß oder IQ? (II)

Was eine gute Arbeit ausmacht: Die Zutaten im Einzelnen. Ein Bericht aus der akademischen Hexenküche.

Viele Ursachen für Mängel

Betrachtet man die vier in der Überschrift genannten Komponenten als Faktoren einer gelungenen Arbeit, so kann deren Bedeutung gut an ihrer Abwesenheit verdeutlicht werden:

  • Eine Arbeit, die mit einem nur geringen Maß an Allgemeinbildung geschrieben wird, wirkt gekünstelt und wenig souverän. Derartige Arbeiten tendieren dazu, auch Belanglosigkeiten und Selbstverständlichkeiten mit einer Überzahl an Fußnoten zu dokumentieren und damit die Unsicherheit des Autors zu überdecken.
  • Eine Arbeit, deren Autor über zu wenig Fachwissen verfügt, wird dazu tendieren, wenig konkrete – oder gar falsche – Schlüsse zu ziehen. Schwammige Formulierungen, überlange Zitate oder Unstimmigkeiten offenbaren das mangelnde Hintergrundwissen.
  • Mangelt es einem Autor an Fleiß, so besteht die Gefahr, dass die Arbeit mit Füllsätzen und Phrasen auf die nötige Länge gebracht wird. Mitunter finden sich auch Wiederholungen oder Abschnitte, die nicht so recht zu Thema und Fragestellung zu passen scheinen. In einigen Fällen ist die Arbeit auch voller Rechtschreibfehler, weil keine Endkorrektur stattgefunden hat.
  • Schließlich wäre da noch der zu geringe IQ eines Autors, der sich in mangelnden logischen oder sprachlichen Fähigkeiten niederschlagen könnte; Eine wissenschaftliche Arbeit, die unter diesen Problemen leidet, kann beispielsweise unzusammenhängend oder von Fehlschlüssen durchsetzt sein. Auch besteht die Möglichkeit, dass naheliegende Verbindungen nicht erkannt oder falsch interpretiert werden.
  • Gerade weil eine wissenschaftliche Arbeit von allen genannten Faktoren lebt, kann die Bedeutung jedes einzelnen kaum überschätzt werden. Das Ergebnis lässt sich am ehesten mit einem Produkt aus all diesen Faktoren vergleichen.

    Und der Ghostwriter?

    Wer meint, in einem der vier Felder nicht ausreichend qualifiziert zu sein (wobei Menschen eher Faulheit als mangelnde Intelligenz als verzeihlich ansehen, obwohl es umgekehrt sein sollte), kann sich an einen akademischen Ghostwriter wenden und diesen um Hilfe bitten. Allerdings geht damit auch die Erfahrung, sich selbst durch die Anforderungen der Arbeit gekämpft zu haben, verloren. Gleichzeitig eröffnet aber die von einem Ghostwriter gelieferte Arbeit auch neue Perspektiven auf Methoden und sinnvolle Strukturierungsansätze.

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