Bekannte Probleme bei der Nutzung von Ghostwritern

Ghostwriting intern (3): Wie sich Schwierigkeiten vermeiden lassen

Während es vielen Kunden schwerfällt, diejenigen Agenturen oder Ghostwriter zu identifizieren, die für einen speziellen Auftrag in Frage kommen, so gibt es zumindest Anzeichen, das auf die „Schwarzen Schafe“ der Branche hindeuten.

Wenn einige Ghostwriter oder Agenturen mir einer „perfekten“ Auftragserfüllung und einer „garantiert problemlosen Abwicklung“ oder einer Zufriedenheitsgarantie für sich werben, so deutet dies entweder auf mangelnde Erfahrung oder gar eine bewusste Irreführung des Kunden hin. Denn jeder, der das Geschäft kennt und ernst nimmt, weiß, dass die Aufgabe, einen Text für Fremde zu verfassen, äußerst komplex ist. Wer diese Komplexität durch haltlose Versprechungen leugnet, trägt dazu bei, Kunden eine falsche Sichtweise zu vermitteln. Dies gilt gerade für Kunden, die meinen, sie könnten sich ihre Bachelorarbeit schreiben lassen, ohne selbst einige Informationen beizutragen.

Tatsache ist: Wie bei jeder Tätigkeit können auch beim Ghostwriting Schwierigkeiten auftreten. Die meisten dieser Schwierigkeiten basieren allerdings auf mangelhafter oder fehlender Kommunikation, so dass sie sich vermeiden lassen, wenn Kunden, Agenturen und Ghostwriter einige Regeln beherzigen. Hierzu gehören:

  • Offene Karten: Auch wenn Ghostwriting eine sehr diskrete Tätigkeit ist, sollte dies nicht dazu führen, dass wichtige Fakten zurückgehalten werden: Der Kunde sollte so viele Informationen wie möglich liefern, um den Schreibern ihr Handwerk zu erleichtern. Er sollte auf Nachfragen eingehen und die gelieferten Textteile sorgsam begutachten. So wird sichergestellt, dass er auch genau das erhält, was er in Auftrag gegeben hat. Im Gegenzug stellt der beauftragte Ghostwriter eindeutig klar, welches seine Stärken sind und in welchen Bereichen er zusätzliche Information benötigt, um den Text zur Zufriedenheit des Kunden zu erstellen.
  • Genügend Zeit: Ein Text, der informativ, inspirierend oder auch nur unterhaltsam sein soll, entsteht in den seltensten Fällen plötzlich. Meist kann die volle Qualität sich nur dann entfalten werden, wenn der Geist sich zuvor mit der Textgattung, mit der Schreibweise seines Auftraggebers, mit dessen persönlichen Zielsetzungen und Ansprüchen identifiziert. Insbesondere gehört es bei thematisch sehr speziellen Texten dazu, sich das geeignete Fachvokabular anzueignen und stilistisch nicht aus dem Rahmen zu fallen, indem etwa gängige Konventionen verletzt werden. Ein kreativer Text dagegen kann sich auch gezielt von Regeln und Erwartungshaltungen des Lesers befreien. Wie auch immer der Text in der Vorstellung des Auftraggebers aussehen mag – Zeitdruck kann sich negativ bemerkbar machen und die Qualität mindern.
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