Die Bachelorarbeit retten (II): Endlich die geeignete Literatur finden

Ein Problem, das sich erst nach längerer, mühseliger Beschäftigung mit dem Thema zeigt, ist die Auswahl ungeeigneter Literatur.

Bei einer Bachelorarbeit können viele Arten von Problemen auftreten: Mangelnde Motivation, eine unachtsam erstellte Gliederung, übertriebener Perfektionismus oder aber eine Verschwendung von Arbeitszeit mit der falschen Literatur.

All diese Arten von Problemen sind bekannt und lassen sich lösen – vorausgesetzt, eine sinnvolle Richtungskorrektur erfolgt rechtzeitig und entschlossen.

Es ist keine Seltenheit, dass Studenten erst nach dem Verfassen von zehn oder zwanzig Seiten feststellen, dass sie ihr eigentliches Thema nur angekratzt haben. In der Literaturliste finden sich dann vielleicht zwar sehr viele Angaben, die inhaltliche Ausbeute ist jedoch sehr schmal. Tritt ein solches Muster auf, so ist in vielen Fällen die falsche Literatur dafür verantwortlich: Literatur, die möglicherweise irreführende Titel trägt, die nicht akademisch, sondern populärwissenschaftlich geschrieben ist oder die einen viel zu kleinen und speziellen Bereich viel zu ausgiebig betrachtet.

In diesen Fällen ist es ratsam, die bereits geschriebenen Texte zunächst außer Acht zu lassen und die Arbeit vom Kopf auf die Füße zu stellen. Dies fängt bei Begriffsdefinitionen an. Möglicherweise ist es hilfreich, sich nochmals die Studieneinführungsliteratur zu betrachten: Hier wird auf wenigen Seiten eine Essenz dessen zusammengefasst, was in der Forschungsliteratur ganze Regalwände füllt. In diesen kompetent geschriebenen Einführungswerken findet sich auch eine umfassende Literaturliste mit den wichtigsten Titeln, die als vertiefende Einstiegspunkte genutzt werden können. Erst wenn diese Literatur tatsächlich verstanden wurde, wenn klar ist, welche Theorien und Autoren in Frage kommen, und wenn die Stellung des Bachelorarbeitsthemas innerhalb des Fachs klar ist, kann an die spezielle Literatur gegangen werden.

Häufig ergeben sich dann Aha-Effekte, die das Schreiben der Arbeit enorm vereinfachen: Neue Forschungsfragen tauchen auf, Zusammenhänge werden deutlich. Vielfach kann auch die Literatursuche und -auswertung durch Ghostwriter dabei helfen, Klarheit in die unübersichtlich erscheinende Gebirgslandschaft theoretischer Konstrukte zu bringen.

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