Die Geschichte vom schwarzen Schwan

Die Wissenschaft sammelt Unmengen von Daten – und verbessert damit in der Regel ihre Aussicht, treffsichere Prognosen abzugeben – auch diese Regel weist jedoch gravierende Ausnahmen auf.

Ein Bild, an dem sich die Konsequenzen völlig unvorhergesehener Ereignisse zeigen, ist das des „schwarzen Schwans“; lange Zeit ging die europäische Wissenschaft davon aus, dass keine schwarzen Schwäne existierten – die Erkenntnisse, die über Generationen als gesichertes Wissen galten, erwiesen sich mit der Entdeckung schwarzer Schwäne in Australien als hinfällig.

Das Bild des schwarzen Schwans lässt sich, nach Ansicht des Philosophen und Risikoforschers Nassim Nicholas Taleb sehr gut auf die heutigen Wirtschaftswissenschaften, im weiteren Bereich auch auf andere Arten von Wissenschaft übertragen: Es treten mitunter extrem unvorhergesehene und äußerst seltene Ereignisse ein, die die bisherigen Erkenntnisse völlig in Frage stellen – als ein Beispiel gilt die Weltwirtschaftskrise ab 2007. Alle maßgeblichen Prognosen waren bis zu diesem Zeitpunkt von einem weiteren Wachstum ausgegangen – noch bis zuletzt hatten Anlageberater weltweit die Papiere der US-Investmentbank Lehman Brothers empfohlen und als solide eingestuft.

Mit dem Auftreten eines solchen schwarzen Schwans zeigt sich die begrenzte Reichweite, oft auch die völlige Unzulänglichkeit von Prognosemodellen – die sich natürlich auf Erkenntnisse der Vergangenheit stützen können – Erkenntnisse, die angesichts der neuen Entwicklungen ihren Stellenwert einbüßen oder sich als völlig irreführend erweisen. Die scheinbare Sicherheit ist zerstört, und es muss über einen Paradigmenwechsel nachgedacht werden.

Taleb weist in seinem Buch darauf hin, dass das Vorgehen der Wissenschaft den simplen Gefühlen eines Truthahns gleicht, der über lange Zeit gefüttert und gepflegt wird; Dieser kommt aufgrund all seiner Erfahrungen schließlich zu der Überzeugung, dass seine Welt völlig in Ordnung sei. Dies ändert sich erst am Thanksgiving Day, wobei es dann sicherlich zu spät ist, über Konsequenzen nachzudenken.
Die schwarzen Schwäne sind eben genau dadurch gekennzeichnet, dass sie sich nicht vorab erkennen lassen. Gerade aus diesem Grund ist es für alle Wissenschaftler anzuraten, einmal mit dem Gedanken zu spielen, ob das für unmöglich Gehaltene nicht doch eines Tages eintreten könnte und welche Bedeutung dies für die eigene Forschung oder Theoriebildung haben könnte.

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