Die Literaturverwaltung bei der Abschlussarbeit

Wer sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten mit einem Thema auseinandersetzt, der stößt schnell auf viel Literatur, die es sinnvoll zu ordnen gilt.

Bücher und Dateien

Es lohnt sich, vor Beginn der Recherche – spätestens aber vor Beginn des Schreibens, einige Gedanken für die Literaturverwaltung aufzuwenden. Denn genau genommen ist das Schreiben der kleinere Teil der wissenschaftlichen Arbeit, der erst dann möglich wird, wenn sich zuvor die Schritte „Sammeln“, „Lesen“ und „Durchdenken“ mehrmals abgewechselt haben.
Ein Teil der Literatur wird als klassisches Buch daherkommen, ein zunehmender Teil dürfte heute im digitalen Format geliefert werden, das gegenüber dem Buch einige Vorteile aufweist, etwa die schnelle Möglichkeit der Suche nach Schlüsselbegriffen.
Wie aber soll die Literatur erfasst und verwaltet werden, so dass Überschaubarkeit gewährleistet und ein schneller Zugriff möglich werden?

Genau hinschauen!

Wie immer lautet hier der allgemeine Ratschlag, dass kaum allgemeinen Ratschläge möglich sind. Denn wissenschaftliches Arbeiten bedeutet zunächst die Beobachtung, die Vermutung und die Bildung von Kategorien. Dies ist auch bei der Literatur nichts anderes: Ob man sich nun mit der einfachen Verschlagwortung – der Verdichtung eines Aufsatzes oder Buches auf wenige Hauptbegriffe– zufriedengibt, ob man selbst Exzerpte anfertigt oder die Abstracts druckt und fein säuberlich abheftet, bleibt jedem selbst überlassen.
Dass inzwischen tausende Bücher und Aufsätze auf einem winzigen USB-Stick Platz finden, ist Segen und Fluch zugleich. Denn wenn diese Dateien nicht übersichtlich geordnet sind und einzelne Werke erst mit massivem Zeiteinsatz aufgespürt werden müssen, erweisen sie sich als nahezu nutzlos. Daher ist es wichtig, sich vor Beginn der Sammlung Gedanken zu Schlagworten, Themenbereichen, Chronologien und den einzelnen Arbeitsschritten zu machen.