Fake News und Fake Science (II)

Die Frage, wieviel Wissenschaft in der Wissenschaft steckt, ist keineswegs trivial und ergibt nicht erst vor dem Hintergrund unterschiedlichster Wissenschaftsverständnisse Sinn: Zu beobachten ist eine Abkehr von grundlegendsten wissenschaftlichen Methoden.

Die Funktion wissenschaftlicher Journale

Wissenschaftliche Journale haben die Aufgabe, Fortschritte auf dem jeweiligen Gebiet zu dokumentieren und den beteiligten Wissenschaftlern ein Forum für Kontroversen zur Verfügung zu stellen. Dabei soll das so genannte „Peer Review“ garantieren, dass Beiträge, die nicht den Qualitätsstandards entsprechen, gar nicht erst erscheinen oder zumindest vor der Publikation auf ein akzeptables Niveau gebracht werden.

Nicht alle Veröffentlichung werden jedoch dieser Forderung gerecht, wie erst kürzlich wieder durch die Aktivität dreier Wissenschaftler eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde: So reichte das Team Texte ein, die sich zwar des wissenschaftlichen Vokabulars bedienten, allerdings frei erfundene Studien zum Inhalt hatten.

Hochgelobte Sinnlos-Studien

Untersucht wurden Themen wie:

  • Ist nicht auch die Aneignung von Körperfett eine Form des Bodybuilding?
  • Dienen öffentliche Parks als Brutstätten einer „Vergewaltigungskultur“ unter Hunden?
  • Wesentliches Publikationskriterium für die Fake-Studien schien hierbei die Erfüllung der vorherrschenden ideologischen Erwartungen der radikalfeministischen Herausgeber*Innen zu sein: „Gender, Place & Culture“, ein Journal das sich der „feministischen Geographie“ widmet, veröffentlichte einen der Artikel, ebenso das Journal „Fat Studies“, dem es darum ging, den Aufbau von Körperfett als „Fat Bodybuilding“ zu benennen, um damit negative Assoziationen zu vermeiden.

    Auch die Diskriminierung von „privilegierten“ (also beispielsweise weißen, männlichen, sozial besser gestellten) Schülern wurde in einer Studie gefordert – die Reviewer lobten den Ansatz ernsthaft als eine „solide“ und „interessante“ Arbeit und starken Beitrag zur Fachliteratur.

    Den Autoren der Satire-Studien, die sich selbst als politisch links sehen, haben mit ihrer Aktion gezeigt, wie sehr gerade die Gender-Ideologie inzwischen den Wissenschaftsbetrieb unterwandert hat.

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