Hatte Guttenberg einen Ghostwriter?

Nachdem die Medien sich zunächst auf das Thema Plagiat gestürzt hatten und die Zugkraft dieser Meldungen nachließ, war sehr schnell die nächste Schlagzeile gefunden: Hat Guttenberg seine Arbeit vielleicht von einem Ghostwriter schreiben lassen?

Entgegen allen Spekulationen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – Nein!

Es gibt nicht viele qualifizierte Ghostwriter zu denen Herr Guttenberg hätten gehen können und wenn er dort gewesen wäre, hätte es den Fall Guttenberg und vermutlich auch den anschließenden Hype um Plagiate nicht gegeben. Dass er sich aus Kostengründen an einen windigen Billiganbieter gewandt hat, darf auch ausgeschlossen werden.

Es bleibt also nur die einzig realistische Alternative, er hat die Arbeit selbst so verfasst, wie er sie verfasst hat. Ihn ist dabei nach meiner Einschätzung ein Fehler unterlaufen, der hin und wieder bei Nicht-Wissenschaftlern anzutreffen ist. Nicht alles was man zusammenträgt und was gut in die eigene Arbeit passt, darf auch einfach übernommen werden. Hier wird oft die berufliche Praxis 1:1 auf die vermeintlich eigene wissenschaftliche Leistung übertragen und das führt zu solchen Kardinalsfehler wie im Fall Guttenberg.

Wer es gewohnt ist, Wissen konzentriert von anderen, meist nachgeordneten Stellen abzufragen und dieses Wissen in der Öffentlichkeit oder gegenüber Kunden und Mandanten als eigenes Know-how zu präsentieren, verliert mit der Zeit das Gefühl dafür, dass es sich eigentlich um fremdes (zitierwürdiges) Wissen handelt.

Kein Gesetzentwurf wird von dem zuständigen Minister allein ausgearbeitet, dazu greift er auf das Know-how eines ganzen Ministeriums und ggfs. weitere externer Experten zurück. Dennoch vertritt er nach Außen „seinen“ Entwurf. Niemand käme deswegen auf die Idee einem Minister vorzuwerfen, er würde von anderen seine Gesetzentwürfe abschreiben. Was in der Politik und Wirtschaft gang und gäbe ist, widerspricht allerdings völlig dem  wissenschaftlichen Verhaltenskodex.

Es ist genau diese fehlende oder abgeschliffene Sensibilität für fremdes Wissen, die einigen prominenten Doktoranden zum Verhängnis wurde. Ihnen eine absichtliche Täuschung und bewusstes copy & paste vorzuwerfen, greift zu kurz und verkennt das Umfeld aus diesem diese Doktoranden stammen und deren alltäglichen Umgang mit Wissen von dritter Seite.

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