Immer wieder Fußnoten!

Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten könnte so schön sein: Man liest einige Texte, lässt deren Gedanken durch die Filter des eigenen Geistes laufen, kritisiert und ergänzt, spielt durch und kombiniert – und schreibt die Ergebnisse in einen fortlaufenden Text.

So angenehm der Gedanke ist: Nur Romanautoren oder anerkannte Wissenschaftler, die im populären Bereich schreiben, können sich diese Art der Herangehensweise erlauben. Denn es leuchtet ein, dass Wissenschaft nachvollziehbar sein muss, also ihre Quellen offenbaren sollte. Nur so ist es möglich, die Herkunft der Gedankengänge anderer Autoren von den eigenen Resultaten zu trennen.

Für viele Studienanfänger erweisen sich die Formalien als große Hürde: Jedes Fach hat eigene Zitierregeln und bereits bei der Frage, wo ein „Vgl.“ vor der Quellenangabe stehen sollte, und ob Anmerkungen besser im Fließtext oder in der Fußnote untergebracht werden, scheiden sich die Geister.

Zum Glück existieren an den meisten Fakultäten Ratgeber, die genau diese Themen behandeln und den Studenten zeigen, ob APA, Chicago, MLA oder herkömmliche deutsche Zitierweisen genutzt werden sollten. Wer hier den Überblick behalten will, muss jedoch angesichts der vielen Quellenarten – von Büchern eines Autors über mehrere Herausgeber, von Sammelbänden und Festschriften über Zeitungsaufsätze, bis hin zu Broschüren in gedruckter oder elektronischer Form – taktisch vorgehen. Sinnvoll ist es, die genaue Zitierweise direkt beim Sammeln und Eintragen ins Literaturverzeichnis zu berücksichtigen. Dies erspart spätere und oft sehr mühsame Änderungen.

Einen Teil der Zitations- und Literaturverwaltungsarbeit kann auch Word selbst übernehmen – vorausgesetzt, die Eintragung der Quellen erfolgt exakt und nach einheitlichem Muster. Gerade bei größeren Werken wie Bachelor-, Diplom- oder Masterarbeiten ist es wichtig, die Formalien korrekt abzuhandeln, da die Arbeit ansonsten schnell unübersichtlich wird. Im Zweifelsfall können auch versierte Kommilitonen, Ghostwriter oder Schreibagenturen helfen, wenn es darum geht, die Vorgaben zu den Formalien einer Arbeit punktgenau umzusetzen.

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