Minenfeld „Themensuche“ (I): Allgemeines vs. spezielles Thema

Für einige Studenten ist nicht das Schreiben der Arbeit das Hauptproblem, sondern die Formulierung eines aussagekräftigen Arbeitsthemas. Denn die Suche nach einem solchen Thema hat es in sich.

So gelten für eine Bachelorarbeit – oder für die anspruchsvollere Masterarbeit – verschiedene Grundregeln bei der Themensuche. Gefragt ist nämlich eine gelungene Balance zwischen Bekanntem und Neuem. Sicherlich wird niemand bei einer derartigen Arbeit erwarten, dass bahnbrechende oder grundsätzlich neue wissenschaftliche Erkenntnisse zustande kommen – denn dies bleibt meist den Dissertationen oder Habilitationen überlassen. Dennoch kann auch von einer Masterarbeit erwartet werden, die bestehenden Erkenntnisse mehrerer Autoren zusammenzufassen, zu vergleichen und mit einer eigenen Interpretation zu versehen.

Spezialisierung als Mittel erfolgreicher Arbeiten

Je nachdem, welcher Praxisbezug gefragt ist, müssen etwa bei psychologischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten auch ausreichend empirische Erkenntnisse einfließen oder gar selbst gewonnen werden. Die Mittel hierzu sind beispielsweise Interviews, Umfragen oder die Auswertung statistischer Daten. Problematisch ist oft, dass die Suche nach einem brauchbaren Thema leider häufig einer Quadratur des Kreises ähnelt. Für ein sinnvolles Arbeitsthema gilt zunächst die Anforderung der Wissenschaftlichkeit.

Es sollte zudem nicht zu allgemein formuliert sein, da in diesem Fall immer die Gefahr der Beliebigkeit besteht. So ist etwa „Der Brexit und die wirtschaftlichen Folgen für Großbritannien“ etwas unklar umrissen – zudem finden sich bereits zahlreiche Publikationen, die das Thema fast namensgleich behandeln. In diesem Fall wäre es vermutlich besser, die Folgen für eine Branche – beispielsweise die Finanz- oder Internetbranche – zu prüfen. Die wissenschaftliche Entwicklung war von einer immer intensiver werdenden Spezialisierung begleitet – so dass es für das obige Beispiel auch kein Problem wäre, eine Arbeit namens „Der Brexit und die wirtschaftlichen Folgen für die britische Softwarebranche am Beispiel des Unternehmens XY“ zu entwerfen.

Geübte Ghostwriter, die selbst eine Vielzahl wissenschaftlicher Texte verfasst haben, können übrigens auch bei der Themensuche helfen und diese mit eigenen Ideen und Vorschlägen unterstützen.

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