Studentisches wissenschaftliches Arbeiten: Themenfelder erschließen

Die Aufgabe, wissenschaftlich zu einem Thema zu arbeiten, mag gerade in den ersten Semestern übergroß erscheinen: Eine ganze Seite muss mit Stichworten und Literaturhinweisen zu einem Referat gefüllt werden und als Anfangslektüre wurden fünf dicke Bücher empfohlen!

Obwohl die älteren Semester über derlei Schwierigkeiten nur lachen können, ändert das nichts an dem Problem, mit dem Studienanfänger zu kämpfen haben: Wie soll an ein unbekanntes Thema herangegangen werden, ohne sich im Gestrüpp der Literatur zu verheddern, ohne Tage mit Texten zu verbringen, die sich später als nicht ergiebig für das Thema der Arbeit erweisen?

In der Frühphase des Studiums geht es vor allem darum, die Methoden zum selbstständigen Arbeiten zu erwerben: Referate und Hausarbeiten sollen nachweisen, dass es gelingt, die zentralen Fragen eines Arbeitsbereichs zu erfassen und zu reflektieren.

Ob Referat oder wissenschaftliche Hausarbeit: Wichtig ist der schrittweise Wissenserwerb vom Allgemeinen zum Speziellen: Wissen baut auf Vorwissen auf. Schwierigkeitsgrad und Anspruch der Literatur sollten also erst gesteigert werden, wenn die Grundbegriffe erschlossen wurden. Ist das Thema völlig fremd, so können zunächst Lexika (notfalls auch Schülerlexika) oder einführende Handbücher herangezogen werden: Hierbei lohnt es sich allerdings, einen Blick auf deren Seitenumfang zu werfen: Ein Handbuch von 150 Seiten wird einem Thema deutlich weniger Aufmerksamkeit widmen als ein Lexikon von 600 Seiten, dafür bietet das Handbuch die Informationen vermutlich prägnanter und leichter verständlich dar.

In dieser Phase sollte auch die Wikipedia als erste Informationsquelle, wenn auch nicht als zitierfähiges Werk, kein Tabu sein. Nach einer ersten Übersicht können speziellere Fachenzyklopädien genutzt werden, die das Thema ausgiebiger behandeln und eine größere Anzahl weiterer, verwandter Begriffe beschreiben.
Als nächstes können wissenschaftliche Bücher und Aufsätze herangezogen werden, die sich intensiver mit einzelnen Detailfragen beschäftigen, theoretische Fragen und akademische Kontroversen behandeln.

Bei dieser Art des schrittweisen Vorgehens kommen Studenten nach und nach mit den relevanten Fragen, mit den Themenschwerpunkten und den maßgeblichen Thesen der Autoren in Berührung. Von diesen Erfahrungen kann die eigene Arbeit stark profitieren.

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