Studierzimmer oder wissenschaftlicher Austausch?

Blog: Artikelbild als Teaser – Studentin beim Lesen

Wer sich intensiv mit einem Thema beschäftigt, ist gut beraten, sich mit anderen zu vernetzten. Denn durch den Wissensaustausch entstehen neue Anregungen und Ideen.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen, die die eigene Forschung voranbringen, besteht in einem geeigneten Umfeld: Auch der genialste Wissenschaftler wird deutlich unter seinem Potenzial bleiben, wenn er nur im stillen Kämmerlein forscht, seine Ergebnisse eifersüchtig hütet und die Forschungsergebnisse anderer Wissenschaftler ignoriert.Blog: Artikelbild als Teaser – Studentin beim Lesen

Kreative Lösungsansätze für schwierige Probleme entstehen vor allem dann, wenn kommuniziert wird und wenn auch Beiträge anderer Fächer eingebunden werden: Vielleicht lassen sich Ideen übertragen, vielleicht kommt einem Kollegen, der zu einem völlig anderen Thema forscht – und der daher nicht über die Betriebsblindheit des langjährigen Themenkenners verfügt – die zündende Idee.

Zunehmende Vernetzung

Es ist heute einfacher denn je, sich an der wissenschaftlichen Debatte zu beteiligen: Das Medienumfeld erlaubt eine schnelle Recherche, das Auffinden thematischer Blogs oder den Austausch in Foren. Viele Wissenschaftler freuen sich über Rückmeldungen zu ihren Ergebnissen und die Möglichkeit, diese zu erläutern.

An Universitäten existieren Kolloquien, die es beispielsweise Doktoranden ermöglichen, ihre Entwürfe vorzutragen, die Diskussion hilft dann dabei, unfertige Ideen auszuarbeiten und neue Anstöße für die Denkarbeit zu bekommen.

Gerade für Studenten bildet der Austausch mit ihren Kommilitonen nicht nur die Möglichkeit, ihre Ideen nochmals zu überdenken, sondern auch eine wichtige emotionale Unterstützung, die dazu beiträgt, Durststrecken und Phasen des Zweifels zu überwinden.

Austausch ist notwendig!

Es ist nahezu immer ratsam, den Austausch zu suchen – einen „Ideenklau“ muss man in der Regel nicht befürchten. Denn die ursprüngliche Idee ist der geringste Teil einer wissenschaftlichen Arbeit, während die Umsetzung den größten Teil der Mühe in Anspruch nimmt; Selbst wenn zwei Autoren von derselben Idee ausgehen, wird das Endprodukt jeweils höchst unterschiedlich ausfallen.

Kunden, denen Zeit, Inspiration oder Fachwissen fehlt, beauftragen mitunter Ghostwriter als akademische Ideengeber – so erhalten sie einen Text, der zumindest zeigt, wie ein professioneller Umgang mit dem Thema aussehen kann.

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