Theorie und Praxis im wissenschaftlichen Arbeiten

Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie. Und in der Theorie ist diese auch eine feine Sache: Aus sicherer Entfernung betrachtet sie die Fakten, berichtet über Situation und Veränderung, führt Gedankenexperimente durch und lässt sich in übersichtlichen Abhandlungen erfassen.
Dr. Franke-Consulting – Theorie und Praxis bei wissenschaftlichen Arbeiten

Ginge es beim Soziologie dagegen sind es weitere Beobachtungsinstrumente – wie das Interview oder die statistische Auswertung – die zum Einsatz kommen.

Daten als Grundlage der Erkenntnis

Gute wissenschaftliche Arbeit entsteht erst dann, wenn sowohl die theoretischen wie auch die praktischen Zugänge beherrscht werden. Im Idealfall profitieren beide Felder voneinander. Nehmen wir an, wir möchten die Einstellung der Bevölkerung zu einer bestimmten Frage erfahren:

Hier kommt zunächst die Theorie zum Einsatz: Statistik und Umfrageforschung liefern die nötigen Methoden. Sie beantworten die Fragen nach Größe und Auswahl der Stichprobe, nach der Herangehensweise und der konkreten Art der Befragung.

Jetzt ist praktisches Vorgehen nötig: Ein Pretest mit einigen Kandidaten zeigt, wo Probleme auftauchen, welche Formulierungen missverständlich sind und wo der Fragebogen ergänzt oder gekürzt werden sollte.

Bei der Befragung selbst werden die Daten erhoben, später digitalisiert, bereinigt und ausgewertet. Die Forschungsfrage kann nun beantwortet werden, wobei die Erkenntnisse auch in die spätere Theoriebildung einfließen und dazu führen, dass die nächsten Forschungsvorhaben noch professioneller gestaltet werden.

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