Ursula von der Leyen und die Plagiatsjäger

Die Frage, wie eine akademische Arbeit zu bewerten ist, wird im deutschen Wissenschaftssystem völlig unterschiedlich beantwortet. Anmerkungen zu einer seltsamen Affäre.

Anders als die Kollegen im Fall zu Guttenberg entschied eine Kommission der Medizinischen Hochschule Hannover, dass Ursula von der Leyen ihren Doktortitel behalten dürfe. Die in der Dissertation festgestellten Probleme seien als Fehler, nicht als böswillige Täuschungsabsichten zu werten. Die Entscheidung der Kommission wurde umgehend kritisiert, so etwa vom Berliner Juraprofessor Gerhard Dannemann, der auf die hohe Anzahl der Plagiate innerhalb der Arbeit hinwies.

Die Entscheidung über den Entzug eines Doktortitels ist gerade bei den in der Öffentlichkeit stehenden Politikerinnen und Politikern überaus komplex. Denn hier vermischen sich persönliche Einschätzungen der Gutachter mit Überlegungen zum damaligen und heutigen Wissenschaftsstil und einer Vielzahl von Hinweisen, die in mühevoller Kleinstarbeit zusammengetragen wurden.

Der Verdacht einer bevorzugten Behandlung lässt sich – sei er nun begründet oder nicht – niemals völlig ausräumen.

Die Lehren, die aus derartigen Affären gezogen werden, dürften genauso unterschiedlich ausfallen, wie die Fragen, die sich ergeben: Ist nun die gute wissenschaftliche Praxis, wie sie von den meisten akademischen Autoren gezeigt wird, durch die Plagiatoren entwertet? Sollte man lieber einen Ghostwriter beauftragen, der weiß, was er tut und eine passende Vorlage für die eigene Arbeit liefert, so dass man sich nicht selbst mit den Fußnoten und der richtigen Zitierweise herumschlagen muss?

Die Wirkungen der Plagiatsaffären auf das Kontroll- und Gutachtersystem an deutschen Hochschulen sind jedenfalls äußerst gering. Die Außenwahrnehmung der Universitäten leidet allerdings, wenn diese weiterhin in ihrer Bequemlichkeit verharren und nicht bald Schritte unternehmen, dem offenbar grassierenden Plagiatswesen entgegenzutreten. Bis dies geschieht, bleibt es den vielen freiwilligen Mitarbeitern und Helfern von Plattformen wie Vroniplag überlassen, auf die Missstände hinzuweisen.

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