Wissenschaft aus dem Hause Simpson

Wie auf jedem Markt gibt es auch bei wissenschaftlichen Verlagen und Journalen schwarze und weiße (meist aber: graue) Schafe, die sich um die profitträchtige Publikation akademischer Aufsätze bemühen. Der jüngste Fall von wissenschaftlichem „Hoax“ führt einige der Mechanismen dieses Marktes vor Augen: Margaret (aka „Maggie“) Simpson und Edna Krabappel, beides Charaktere aus der beliebten US-Serie „The Simpsons“ legten ein wissenschaftliches Papier vor, das akzeptiert wurde. Koautor war ein gewisser „Kim Jong Fun”.

Vordergründig handelt es sich bei der Einreichung des Aufsatzes „Fuzzy, Homogeneous Configurations“, einem haarsträubenden Sammelsurium von sinnvollen und sinnlosen Gedankenhäppchen, um einen Scherz, der an sich nicht weiter beachtenswert wäre – falls auch nur ein einziger Lektor seine Aufgabe erfüllt hätte. Dies ist jedoch nicht geschehen. So wurde der Aufsatz akzeptiert, unter anderem auch vom „Journal of Computational Intelligence and Electronic Systems“, und dem „Aperito Journal of NanoScience Technology“, wo das Machwerk sogar gegen eine Gebühr veröffentlicht wurde.

Ein Peer Review, wie es zu jedem akademischen Journal gehören sollte, und das die Qualität der Aufsätze gesichert hätte, fand nicht statt, von den Autoren wurde stattdessen eine Zuzahlung verlangt. Eine Investition, die man sich sparen kann, oder die zumindest andernorts besser aufgehoben wäre: Bei einem seriös arbeitenden, wissenschaftlich Ghostwriter, der je nach Wunsch des Autoren als Textersteller, Unterstützer, Rechercheur, Berater oder Lektor tätig werden kann.

Die mangelnde Qualität der beiden Journale ist damit offensichtlich geworden, auch dürften im Verlauf der Affäre Zweifel an der gängigen Praxis des „Publish Or Perish“ neue Nahrung bekommen. Fest steht: Die bloße Anzahl der Publikationen, die sich auf den Webseiten von Wissenschaftlern findet, sagt zunächst nichts über die Qualität der Veröffentlichungen aus. Statt also ehrfürchtig vor einer überlangen Publikationsliste zu stehen, sollte man den Dingen auf den Grund gehen – und erkennen, dass auch im Wissenschaftsbetrieb längst nicht alles Gold ist, was glänzt.

Wer sichergehen will, dass seine Beiträge wissenschaftlich vertretbar sind, sollte gewissenhaft arbeiten, sollte im Vorfeld Kollegen um eine Beurteilung bitten und prüfen, welche seriösen Journale für eine Veröffentlichung in Frage kommen. Lisa Simpson wäre diese Sorgfalt zuzutrauen. Ihr Name steht jedoch nicht im Autorenverzeichnis.

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