Wo studieren?

Die Wahl des Studienorts beeinflusst oft weitaus mehr als nur das unmittelbare Studium: Sie entscheidet über die Kontakte und Netzwerke, über die Art, wie die Inhalte vermittelt werden und über die Berufschancen der Abgänger.

Elite-Unis

Die berühmt-berüchtigten amerikanischen Ivy League-Institute bzw. „Elite-Unis“, an der sich Söhne und Töchter aus einflussreichen und finanziell gut situierten Familien auf ihre künftigen Rollen in Politik und Wirtschaft vorbereiten, haben derzeit in Deutschland keine direkte Entsprechung – unabhängig davon ist umstritten, ob eine solche wünschenswert oder aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen im deutschen Bildungssystem überhaupt umsetzbar ist.

Dennoch bemüht sich die Politik, den Wettbewerb der Hochschulen untereinander mittels Exzellenzinitiativen zu beleben, während Zeitschriften oder Webseiten versuchen, die Leistungen der Universitäten zu vergleichen und in „Rankings“ zusammenzufassen.

Lohnt sich das Studium an einer renommierten Universität?

Niemand kann das Verhalten einzelner Personalchefs voraussagen: Wo dem einen ein guter Abschluss an einer regulären Universität ausreicht, legt der andere besonderen Wert auf das Prestige der Universität. Für deutsche Studenten, die von den extrem hohen Studiengebühren amerikanischer Hochschulen verschont bleiben, muss der Arbeitsanfang nicht mit einer hohen Verschuldung beginnen, sondern kann etwas entspannter angegangen werden. Dennoch kann es sich durchaus lohnen, das kostenintensivere Studium zu wählen, da sich dies tendenziell positiv auf das Einstiegsgehalt und die Kontaktmöglichkeiten beim Berufsstart auswirkt.

Den eigenen Weg finden

Insbesondere ist es sinnvoll, genau zu prüfen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Universitäten bieten und ob sich diese mit den persönlichen Präferenzen vereinbaren lassen. Andererseits gilt: Nicht jeder dürfte sich im Umfeld einer stark wettbewerbsorientierten Hochschule wohlfühlen und dem dort vorherrschenden Leistungsdruck gewachsen sein.

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