Die Magisterarbeit schreiben

Die Erstellung einer Magisterarbeit stellt weitaus höhere Ansprüche an die Studierenden als das Verfassen einer Bachelorarbeit. Dementsprechend steht auch mehr Zeit für die Bearbeitung zur Verfügung, allerdings sind auch die Erwartungen an eine Magisterarbeit deutlich höher.

Sauberes wissenschaftliches Arbeiten ist beim Recherchieren und Schreiben der Arbeit ebenso nötig wie eine genaue zeitliche Planung. Sinnvoll ist es, ein Thema zu wählen, bei dem die Grundkenntnisse bereits im Studium vermittelt wurden – wer schon über die Einstiegsphase hinausgekommen ist, und beispielsweise auf eine bereits verfasste Hauptseminararbeit zurückgreifen kann, kann in der Regel den Schreibaufwand besser einschätzen und mehr Zeit für die intensivere Bearbeitung von detaillierten wissenschaftlichen Fragen aufbringen. Die Sicherheit im Umgang mit dem Thema wird sich dann sicher auch in Form einer besseren Note niederschlagen. Ein Problem, auf das Studenten während dieser ersten größeren Arbeitsbelastung stoßen, ist oft die Literatursituation – es muss geprüft werden, welche Bücher, Aufsätze und Internetseiten durchgearbeitet werden müssen, und wie diese Quellen beschafft werden können.

Auch hier gilt: je intensiver die Vorbereitung (die durchaus auch schon vor dem eigentlichen Bearbeitungszeitraum einsetzen kann), umso mehr Zeit bleibt für die Klärung von weitergehenden Themen, die Suche nach passenden Literaturangaben und die Korrekturphase.

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Ewiges Aufschieben beim wissenschaftlichen Arbeiten

In den letzten Jahren wurde das Thema „Prokrastination“ ausgiebiger behandelt als je zuvor. Eine Flut von Ratgebern verkündet uns Unmengen von gut gemeinten, mehr oder weniger sinnvollen Tipps, wie man die unangenehme Angewohnheit loswerden könnte.

In der Tat scheint das Problem, die eigene Arbeit zu vertagen, sehr weit verbreitet zu sein – gerade bei Tätigkeiten, die zunächst keiner äußeren Kontrolle unterliegen – es ist ja schließlich nur der (noch weit in der Ferne liegende) Termin, zu dem die Arbeit fertig sein muss.

Die Ausreden, die das Gehirn sich zurechtlegt, sind dabei vielfältig; Man fängt ja  sowieso gleich an. Solange noch Krümel auf dem Tisch liegen, kann man ohnehin nicht arbeiten. Heute ist erst einmal der Sport dran, dann geht es morgen ausgeruht an die Arbeit. Um anzufangen, brauche ich zunächst einen Kaffee. Ich will nur noch schnell schauen, ob es bei Facebook neue Einträge gibt…

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Die Bachelorarbeit in der Soziologie

“Die soziologische Bachelorarbeit soll die Fähigkeit zeigen, ein Fachproblem nach den gängigen wissenschaftlichen Vorgaben zu behandeln. Ähnlich wie bei anderen Abschlussarbeiten in der Soziologie (wie etwa der Diplomarbeit oder Magisterarbeit) kommt auch bei der Bachelorarbeit die akademische Methodik zum Einsatz. Die selbständige Erstellung der Arbeit wird mittels einer Unterschrift bestätigt…

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Tipps zur wissenschaftlichen Internetrecherche

Im Internet nach einem neuen Fernseher zu schauen ist eine Sache. Das Internet aber als Ausgangspunkt für eine wissenschaftliche Recherche zu einer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation zu nutzen, eine völlig andere.

Während im Falle eines kommerziellen Produkts die Anbieter in der Regel darauf aus sind, die technischen Daten und Preise transparent und verfügbar darzustellen, sieht es bei einer wissenschaftlichen Recherche meist anders aus:

Die Ergebnisse sind möglicherweise unübersichtlich strukturiert: Neben dem Professor, der sein Seminar auf den Seiten der Uni anbietet, finden sich engagierte Vertreter des akademischen Mittelbaus, die ihre Überlegungen ins Netz stellen. Der Wikipedia-Eintrag zum Thema scheint von einem Verfasser geschrieben worden zu sein, der den persönlichen Eigenschaften eines Autors mehr Bedeutung schenkt als dessen Theorie. Und weitere Seiten verraten kaum, wie sich die gesuchte Theorie zu anderen Strömungen verhält. Dafür findet sich eine Powerpoint-Präsentation eines Vortrags, aus der bereits alles Wichtige hervorzugehen scheint, die jedoch bei näherem Hinsehen stark tendenziös ist. In einer Fachzeitschrift ist eine Serie von Artikeln, die den Streit zweier Theoretiker detailliert schildern, während eine Dissertationsdatenbank ein Dutzend Titel liefert, die alle nur ungefähr zum Thema zu passen scheinen.

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Aufgaben eines Ghostwriters

Das Aufgabenspektrum eines Ghostwriters richtet sich zunächst nach den Bedürfnissen der Kunden und umfasst alle Schritte, die auch beim freien Schreiben nötig sind.

Von der Idee über die Recherche bis hin zum fertigen Text gibt es keinen Bereich, der einem Ghostwriter nicht früher oder später abverlangt wird. Einige Kunden haben außer einem grob umrissenen Thema nichts vorzuweisen, andere haben sich bereits selbst an einem Text versucht, wieder anderen geht es lediglich darum, nicht den Überblick zu verlieren und auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Die Ghostwriter gehen auf die Kunden ein, kommen ihnen so weit wie möglich entgegen und übernehmen auch beratende Tätigkeiten. So kommt es vor, dass einige Kunden illusorische Vorstellungen von den Möglichkeiten eines Textes haben, oder sich in Details irren – der Ghostwriter ist dann mitunter Lektor, Berater, Texter, Coach (und in einigen Fällen auch Seelsorger!) in einer Person. Bei vielen Aufträgen genügt es allerdings, selbstständig zu recherchieren und zu schreiben. Dies bedeutet vor allem die tägliche Routine der Informationsbeschaffung, sei es im Internet, in der Bibliothek, in der Zeitung von letzter Woche oder, in seltenen Fällen, auch im Bücherantiquariat um die Ecke. Ghostwriter schreiben alle Textsorten, von der Biographie über Werbetexte bis hin zu Reden und akademischen Werken. Zu ihren Kunden gehören Beamte, die eine Broschüre für ihre Behörde benötigen, Manager, die nicht genug Zeit haben, ihre Ideen in Buchform zu bringen und ältere Menschen, die ihre Erinnerungen festhalten möchten. Jeder Kunde braucht eine individuelle Beratung. Wer lediglich aus Zeitmangel schreiben lässt, muss anders behandelt werden, als ein Kunde, der nicht selbst formulieren kann oder wenig vom Thema versteht. So wie es kein sicheres Rezept zur Erstellung eines Buches gibt, so gibt es keine allgemein gültige Methode, für andere zu schreiben – Fingerspitzengefühl aber ist allemal gefragt.

Wie wird man Ghostwriter?

Der Autor gibt nachfolgend einen kurzen Einblick in das Berufsfeld eines Ghostwriters.

 „Ghostwriter“ als Berufsbezeichnung ist nicht geschützt – jeder kann sich so nennen, und in der Regel genügen eine Visitenkarte und eine Webseite, um diesen Beruf für sich zu vereinnahmen. Aus diesem Grund existiert auch kein Königsweg zum Ghostwriting. Die Lebensläufe und Erfahrungen der Schreiber sind so verschieden sein wie deren Persönlichkeiten und Tätigkeitsfelder.

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Akademische Ghostwriter – Titelkauf?

Was ist eigentlich ein Ghostwriter?

Oft wird der Begriff akademische Ghostwriter in Zusammenhang mit unseriösen Methoden gebraucht um sich einen akademischen Titel zu kaufen. Gerade in jüngster Zeit, in der prominente Politiker entlarvt werden bei ihren Dissertationen abgeschrieben oder sogar Ghostwriter unter Vertrag genommen zu haben, ist der Begriff Ghostwriter mit einem negativen Image aufgeladen worden. In der Öffentlichkeit wird also immer öfter undifferenziert der Begriff “Ghostwriter” mit dem Thema “Titel kaufen” in Verbindung gebracht. Sich einen Titel zu kaufen ist in Deutschland auch nicht zugelassen. Der Irrglaube, dass auf dem Ghostwritermarkt sich Titel erkauft werden können, ist somit also ganz schnell entkräftet. Ghostwriter handeln also nicht mit akademischen Titeln, sondern bilden einen ganz eigenen Markt mit Akteuren, die nichts mit dem illegalen Erwerb von Titeln zu tun haben.

Die Definition eines Ghostwriters zielt vielmehr darauf ab professionelle Texte für deren Kunden zu erstellen, ohne dass dabei der Verfasser genannt wird. Der Begriff “Text” ist dabei sehr weit zu fassen. Zu den Auftragstexten eines Ghostwriters gehören unter anderem, Reden, Gedichte, Liebesbriefe, Ratgeber, Gutachten, Übersetzungen, Empfehlungsschreiben, Bewerbungsschreiben, Vorträge, Fachartikel, Sachbücher und Fachbücher, Nachschlagewerke, Schriftsätze, Kommentare, Biographien, Filmskripte, akademische Texte und Gutachten. Im Prinzip geht es also beim Ghostwriting um alles, was sich zu Papier bzw. auf den Computer bringen lässt. Dadurch wird ein Ghostwriter zu einer kompetenten Hilfe im Unternehmen, wenn wichtige Schriftsätze verfasst werden müssen und die Mitarbeiterressourcen knapp sind. Aus den Beispielen wird aber auch deutlich, dass Ghostwriter die idealen Helfer im privaten Bereich sind. Gerade für Menschen, die Unterstützung im Umgang mit komplexen und gut strukturierten Texten suchen.

Neben dem allgemeinen Ghostwriting gibt es noch das akademische Ghostwriting, welches sich dadurch auszeichnet, dass Akademiker für Akademiker wissenschaftliche Texte verfassen. Der Begriff des Akademischen Ghostwriters wurde von Dr. Franke dabei erstmals Anfang der 90er Jahre  verwendet um eine prägnante und knappe Formulierung für den sehr speziellen wissenschaftlichen Ghostwritermarkt zu schaffen. Heute wird diese Bezeichnung von vielen Ghostwritern als Synonym für wissenschaftliches Auftragsschreiben verwendet. Nun muss bei akademischem Ghostwriting aber zwischen zulässigen und unzulässigen Texten unterschieden werden. Dass das Verfassen von Prüfungsarbeiten unzulässig ist, versteht sich von selbst. Jedoch gibt es auch ein großes Spektrum an erlaubten Tätigkeiten für akademische Ghostwriter, wie z. B. das Verfassen von Vorlesungsskripten für Privatuniversitäten oder wissenschaftlichen Büchern, Leitartikel für Fachzeitschriften oder wissenschaftliche Veröffentlichungen für Unternehmen.

Hatte Guttenberg einen Ghostwriter?

Nachdem die Medien sich zunächst auf das Thema Plagiat gestürzt hatten und die Zugkraft dieser Meldungen nachließ, war sehr schnell die nächste Schlagzeile gefunden: Hat Guttenberg seine Arbeit vielleicht von einem Ghostwriter schreiben lassen?

Entgegen allen Spekulationen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – Nein!

Es gibt nicht viele qualifizierte Ghostwriter zu denen Herr Guttenberg hätten gehen können und wenn er dort gewesen wäre, hätte es den Fall Guttenberg und vermutlich auch den anschließenden Hype um Plagiate nicht gegeben. Dass er sich aus Kostengründen an einen windigen Billiganbieter gewandt hat, darf auch ausgeschlossen werden.

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